Sicherheit auf der Baustelle

Sicherheit auf der Baustelle

Häuslbauer „vergessen“ oft auf den Baukoordinator und riskieren Strafen

Seit 1999 ist die Einsetzung eines „Aufpassers“ Pflicht – neue Plattform vermittelt.

 

 

Quelle: M 200 der AUVA

 

Bauherren müssen einen Koordinator für ihre Baustelle engagieren, sobald sie mehr als eine Firma beauftragt haben. Ist neben dem Baumeister also noch ein Dachdecker, Fassadenbauer und/oder Zimmermann aktiv, braucht es einen Baukoordinator, der den reibungslosen Ablauf zwischen den Gewerken und die Sicherheitsmaßnahmen überwacht. Ein Beispiel ist der Auf- und Abbau von Gerüsten. Das ist seit 1999 Gesetz.

 

Bei mittleren und großen Bauvorhaben hat es sich durchgesetzt, kleine Häuslbauer bestellen aber nur vereinzelt Koordinatoren. Sie riskieren Verwaltungsstrafen von mindestens einigen hundert Euro, falls das Arbeitsinspektorat prüft.

 

Ereignet sich ein Arbeitsunfall, kann nicht nur die ausführende Firma, sondern auch der Bauherr in die Haftung genommen werden. „Wir weisen die Häuslbauer darauf hin, dass sie einen Koordinator einsetzen müssen“, sagt der Bau-Innungsmeister Norbert Hartl.

 

Arbeitet der Bauherr mit einem Generalunternehmer, ist die Koordination kein Problem. Ansonsten lassen einige Häuslbauer ihren Baumeister auch koordinieren. Je mehr unterschiedliche Firmen man engagiert, desto schwieriger wird dieser Ansatz jedoch. Wenn Externe koordinieren, sind es üblicherweise Statiker, Architekten oder Einzelunternehmer.

 

Im Schnitt kostet die Koordination den Bauherrn 0,5 bis 3 Prozent der Bausumme.

 

Quelle: http://www.nachrichten.at/anzeigen/immobilien/art147,1082204