Baukoordination

Baukoordination

laut BauKG seit 01.07.1999 auf allen Baustellen gesetzlich verpflichtend

 

Das Bauarbeitenkoordinationsgesetz, kurz BauKG, regelt die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der ArbeitnehmerInnen auf der Baustelle.

 

Die wichtigsten Kriterien sind:

 

  • der Bauherr ist alleine für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der ArbeitnehmerInnen verantwortlich,

 

  • ist er nicht fachkundig, kann er einen qualifizierten Baukoordinator bestellen, dieser übernimmt die Haftung für den Bauherrn,

 

  • der Baukoordinator ist für die Sicherheit aller ArbeitnehmerInnen zuständig, nicht für den organisatorischen und technischen Ablauf auf der Baustelle. Diese Aufgabe übernimmt der Bauleiter.

 

In der Praxis ist es leider so, dass der Bauherr oft uninformiert ist und meint, dass auf seiner Baustelle nichts passieren kann.

Für die Nichteinhaltung des BauKG hat der Gesetzgeber Strafen verordnet, die sich zwischen € 145,00 und € 14.530,00 bewegen. Wird dem Bauherrn bei einem Arbeitsunfall eine Mitschuld nachgewiesen, kann er ebenfalls zur Haftung herangezogen werden.

Schadenersatz- und Regressforderungen können für den Bauherrn existenzbedrohend sein.

 

 

In der Bauarbeitenkoordination laut BauKG unterscheidet man drei Begriffe:

 

Projektleiter

 

Der Projektleiter ist der einzige, der den Bauherren vollständig entlasten kann!

Er ist der Stellvertreter des Bauherrn in koordinativen Sicherheitsfragen.

 

Beauftragt der Bauherr einen Projektleiter, so übernimmt dieser die Haftung auf der Baustelle für alle Sicherheitsmaßnahmen. Als Projektleiter kann nur eine fachkundige Person bestellt werden, welche die Arbeiten im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben im Auftrag des Bauherrn durchführt.

 

Er kann die Planungs- und Baustellenkoordination für den Bauherrn selbst übernehmen oder eigene Koordinatoren bestellen.

 

 

Planungskoordinator

 

Bereits während der Planung hat er dafür zu sorgen, dass Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen in die gesamte Planung mit einfließen. Er kann auch für den Bauherrn die Vorankündigung verfassen und an das zuständige Arbeitsinspektorat übermitteln.

 

Weiters ist er laut Gesetz (BauKG) verantwortlich für die Erstellung des Sicherheits- und Gesundheitsschutzplanes (SiGe-Plan) und der Unterlage für spätere Arbeiten (SpA), sowie deren Umsetzung. Bereits in den Ausschreibungsunterlagen müssen der SiGe-Plan und die SpA enthalten sein, sodass die anbietenden Firmen die Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen in ihren Angeboten berücksichtigen können.

 

Durch diese Dokumente soll ein reibungsloser Bauablauf, auch in Sicherheits- und Gesundheitsschutzfragen, gewährleistet sein.

 

Vorankündigung

Das Schriftstück enthält folgende Bestandteile:

 

  • Datum der Erstellung
  • genauen Standort der Baustelle
  • Name und Anschrift des Bauherrn
  • Name und Anschrift des Projektleiters und der Koordinatoren
  • Art des Bauvorhabens
  • voraussichtlichen Baubeginn und die Dauer der Arbeit
  • voraussichtliche Höchstzahl der Beschäftigten
  • Zahl der tätigen Unternehmen und Selbständige
  • bereits beauftragte Unternehmen

 

SiGe-Plan

Ein SiGe-Plan ist als Weiterführung des Bauzeitplanes und des Bauablaufplanes, vermehrt um die Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen, zu verstehen.

Insbesondere sind kollektive Sicherheitsmaßnahmen aufzunehmen, wie z.B. Gerüste, Sanitärräume, Bodenöffnungen, usw.

Weiters beinhalten sie Maßnahmen bei besonderen Gefahren, wie z.B. Abbrucharbeiten, Fertigteilmontagen, usw.

 

 

 

 

SpA

Die SpA enthält Angaben und Maßnahmen in Bezug auf Arbeiten, die in der Nutzungsphase (nach Baufertigstellung) des Bauwerkes anfallen (Anschlagpunkte, Reinigungsarbeiten, Dachreparaturen, Ankerpunkte, usw.).

 

Vorankündigung

Das Schriftstück enthält folgende Bestandteile:

 

SiGe-Plan

Ein SiGe-Plan ist als Weiterführung des Bauzeitplanes und des Bauablaufplanes, vermehrt um die Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen, zu verstehen.

Insbesondere sind kollektive Sicherheitsmaßnahmen aufzunehmen, wie z.B. Gerüste, Sanitärräume, Bodenöffnungen, usw.

Weiters beinhalten sie Maßnahmen bei besonderen Gefahren, wie z.B. Abbrucharbeiten, Fertigteilmontagen, usw.

SpA

Die SpA enthält Angaben und Maßnahmen in Bezug auf Arbeiten, die in der Nutzungsphase (nach Baufertigstellung) des Bauwerkes anfallen (Anschlagpunkte, Reinigungsarbeiten, Dachreparaturen, Ankerpunkte, usw.).

 

 

Baustellenkoordinator

 

Ihm werden vor Baubeginnt die fertigen Unterlagen (Vorankündigung, SiGe-Plan, SpA) vom Planungskoordinator übergeben. Dies erfolgt schriftlich.

 

In der Ausführungsphase muss der Baustellenkoordinator die Einhaltung des SiGe-Planes und der SpA überwachen. Gegebenenfalls muss er Anpassungen auf Grund von Änderungen vornehmen.

 

Als Baustellenkoordinator darf nur eine Person bestellt werden, die über eine für die jeweilige Planung und Ausführung einschlägige Ausbildung und eine mindestens dreijährige einschlägige Berufserfahrung verfügt.

 

 

 

Die Honorarleistungen für die Baustellenkoordination betragen zwischen 0,5 und 3 Prozent der Errichtungskosten. Die Höhe der Honorarleistung ist abhängig vom Umfang der durchzuführenden Arbeiten und der Dauer der Baustelle.

 

Wir verfügen durch regelmäßige Weiterbildungen im Bereich der Arbeitssicherheit über das nötige Fachwissen für die sichere Umsetzung Ihres Bauvorhabens.

 

Wir informieren Sie gerne über den erforderlichen Umfang des BauKG für Ihr Bauvorhaben.

 

 

 

Bei uns sind Sie sicher!

Wir tragen Ihre Verantwortung!

Quelle: Blaue Mappe E3